Liftgeschichten - Karl-Josef Sittig

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Liftgeschichten

Auf dieser Seite lesen Sie einige Fallgeschichten, von Klienten geschrieben:

"Verlorener Zwilling - alleingeborener Zwilling"
"Tiefwasserphobie"
"deep water phobia"
"Über meine Grenzen hinweg/atemlos"
„Leben ist ein einmaliges Angebot“


Verlorener Zwilling - alleingeborener Zwilling

Schon seit meiner Kindheit fühle ich mich trotz liebevoller, feinfühliger Eltern immer irgendwie innerlich unwohl, einsam, quer, unvollständig, nicht ‚normal’. Ich beschäftige mich eigentlich schon immer damit, was mit mir los ist, kann es aber nicht so richtig benennen. Und das, obwohl ich doch vom Fach bin!
Die Erkenntnis, ich könnte ein alleingeborener Zwilling sein, kommt mir einige Wochen nach einem schweren Fahrradunfall, als ich aus heiterem Himmel auf dem Sofa liegend plötzlich schreckliche Angst bekomme, die sich einfach nicht lösen will. Es ist furchtbar und mir völlig unerklärlich. Erst als mein Mann mich lange umarmt, werde ich wieder ruhig.

Das macht mir solche Angst, dass ich Hilfe bei einem EMDR-Therapeuten suche. Die Unfallsituation ist schnell bearbeitet, und schon kurze Zeit später kann ich wieder fröhlich radeln. Obwohl sich der einfühlsame, erfahrene Therapeut sehr um mich und mein Wohl bemüht, bleiben einige Symptome hartnäckig bestehen:

• Mein ganzes Leben lang erfasst mich schon immer eine seltsam an mir ziehende Todessehnsucht, ein wenig romantisch verklärt, vergleichbar mit einem Gefühl, von dem höhenängstliche Menschen berichten. Der Blick hinunter zieht mich wie ein Sog in die Tiefe und ich muss mich festhalten.
• Als mein Sohn nach einem schweren Fahrradunfall verkabelt und notärztlich versorgt aus dem Schockraum der Notaufnahme gefahren wird, habe ich das Gefühl, der Boden öffnet sich unter mir, dunkler Nebel hüllt mich ein. Ich muss mich festhalten, höre nicht mehr, was der Arzt sagt. Ich kriege nichts mehr mit. Ganz seltsam stehe ich mich plötzlich völlig unter Strom, total in mir isoliert in einem Überlebenskampf, als ginge es um mein Leben, um Alles-oder-Nichts. Es ist furchtbar. Erst als mein Sohn die Augen aufschlägt und signalisiert, dass er lebt, löst sich meine furchtbare Erstarrung. Ich weiche nicht von seiner Seite.
• Wenn mein Mann tief schlafend neben mir liegt, beschleicht mich immer wieder dieses spannungsgeladene erstarrende Schuldgefühl, versagt zur haben: „Er ist tot.“ Im Bett liegend entsteht vor meinem geistigen Auge das Bild einer Trauerannonce in unserer Tageszeitung mit seinem Namen. Ich schlafe neben meinem Mann so unruhig, dass wir schließlich getrennt schlafen. Erst dann fühle ich mich gut ausgeschlafen und freudig erfrischt, fit für den Tag. Mein gestorbener Zwillingsbruder lag wohl bis zu meiner Geburt tot neben mir. Dieses Gefühl wurde wieder in mir wach, wenn mein Mann neben mir liegt. Das weiß ich heute. Auch die Phantasie der Traueranzeige kann ich mir jetzt so erklären.
• Regelmäßig einige Tage vor meinem Geburtstag beschleicht mich wieder und wieder das Gefühl, besser, ich wäre nicht da und der Geburtstag fiele aus, besser, ich wäre nie geboren, garnicht da. Eigentlich ist mein Leben schön und ich kann es mir nicht erklären.
• Seit der Schulzeit arbeite ich viel, meistens an mehreren Stellen gleichzeitig, ehrgeizig, geradezu besessen, meine Ideen zu Papier zu bringen bis zur Erschöpfung. Ich arbeite ganze Nächte durch, um Konzeptentwürfe zu erstellen, kümmere mich am nächsten Morgen um die Kinder und gehe dann zur Arbeit. Ich funktioniere. Bis tief in die Nacht sitze ich in meinem Büro und grübele über Lösungsansätzen für unzählige dienstliche und fachliche Herausforderungen. Glücklicherweise stecken die beschränkten Arbeitszeiten unseres Kindermädchens, die Kinder und mein Mann den zeitlichen Rahmen, sodass ich dann doch irgendwann gezwungen bin, Feierabend zu machen.
• Immer wieder drängen sich mir diese Verschmelzungswünsche auf: „Ich möchte mit Dir zusammen sterben. Ohne Dich kann ich nicht sein. Allein will ich nicht leben. Ich bin irgendwie nicht vollständig. Mir fehlt “etwas” um ganz zu sein, aber was?
• Seltsam diffuse andauerde Schuldgefühle, ich entschuldige mich andauernd für irgendetwas: „Es nicht ok, dass ich lebe.“ „Ich fühle mich irgendwie schuldig.“, „Ich habe überlebt, aber ein Opfer will ich nicht sein.“, verrückte Gedanken und Gefühle, die immer wiederkehren und mich quälen.
• Dann habe ich immer wieder – aus dem Nichts heraus – heftige Aggressionen: „Ich könnte Dich umbringen.“„Dann will ich auch nicht leben.“
• Dann wieder idealisiere ich die Liebe: „Die Liebe ist so groß und unerreichbar. Ich bin überhaupt nicht liebesfähig und ich leide an unerfüllter unendlicher Sehnsucht.“
• Und dann diese andauerden völlig unbegründeten Ängste, zu versagen: „Ich schaffe es nicht und schäme mich.“
• Auch habe ich große Angst vor Erfolg: „Ich darf mich nicht zeigen.“ “Mein Platz ist in der zweiten Reihe.” „Nach gutem eigenem Erfolg schäme ich mich und ziehe mich zurück.“
• Eine unendliche Liste immer wieder simmernder Spannungszustände, die ich mir überhaupt nicht erklären kann.

Nach außen schauspielere ich, funktioniere perfekt, führe ein vorbildliches Leben, liebe meine Kinder und meinen Mann, bin beruflich sehr erfolgreich.
Niemand ahnt meine innere Zerrissenheit, meine Spannungen, meinen “Überlebenskampf”. Ich verstehe ihn ja selbst nicht, habe keine Worte dafür.


L!fT kennenlernen
Im Rahmen meiner Hypnotherapieausbildung nehme ich 2014 an dem sehr beeindruckenden Seminar „Sanfte schonende Traumalösungen“ mit Karl-Josef Sittig teil. Mit präzisen vom Klienten gefundenen Lösungen verschwinden wie von Zauberhand bislang nicht-lösbar erscheinende Belastungen. Der sofort überprüfbarem Erfolg ist verblüffend. Ich bin wie elektrisiert. Man braucht garnicht zu wissen, woher die inneren Spannungen kommen. Das spricht mich an, denn bei mir ich weiß es ja nicht. Diese Methode will ich näher kennenlernen. Vielleicht kann sie ja auch mir helfen? Ich bitte den Kollegen um eine Sitzung. Daraus werden einige Selbsterfahrungssitzungen. In diesen L!fT- Sitzungen kommt unter anderem zutage:
Als kleines Kind bin ich fast ertrunken (Nahtoderlebnis) und wurde so grade noch gerettet. Dieses traumatische Erlebnis verfolgte mich bis heute. Ich kann es in der Sitzung lösen.
Dann finde ich meinen im Mutterleib neben mir verstorbenen Bruder wieder und begegne ihm im Reich meiner toten Ahnen. Ich söhne mich mit ihm aus, finde meinen Frieden damit, dass er gestorben ist. Nun verstehe ich meine romantische Todessehnsucht, die Sehnsucht, ihm nahe zu sein.
Zum ersten Mal in meinem Leben fügt sich alles wie in einem Puzzle zusammen, verstehe ich meine lebenslangen komischen befremdlichen Gefühle und Gedanken, meine unerklärlichen dauernden Spannungen.

Meine im Innersten verborgenen unbewussten, über 60 Jahre verankerten irrationalen Glaubenssätze: „Ich habe kein Recht zu leben und ich bin gezwungen zu leben. Ich muß mich schämen, ich bin schuld, ich bin falsch.“ bekommen plötzlich Sinn.
Ich wandele sie um:
„Ich darf leben, auch wenn mein Bruder gestorben ist. Ich bin nicht schuld an seinem Tod, weil ich mich zu breit gemacht habe im Mutterleib. Er freut sich mit mir, dass ich lebe.
Ich bin richtig hier auf der Welt.
Ich habe ihn nicht verloren. Er ist nun innerlich bei mir. Wir sind und bleiben für immer verbunden und - er freut sich, dass ich lebe.
Ich trete ins Leben. Ich lebe lebendig, bin ganz da. Ich bin und bleibe lebendig verbunden. Ich gehöre dazu.“
Heute spreche ich manchmal mein Lösungswort „echte Liebe“ in stressigen Situationen innerlich bewusst aus und spüre sofort die innere Ruhe „echter Liebe“. Interessanterweise brauche ich dieses immer seltener, wird dieses Lebensgefühl immer selbstverständlicher.
Ich freue mich ganz, allein und verbunden lebendig zu leben.

Bemerkenswert, dass meine pränatalen, also vorgeburtlichen und frühkindlichen Traumatisierungen so schnell und leicht zu lösen sind.
Dafür bin ich einen weiten Weg gegangen. In meinen zahlreichen Ausbildungen als Psychotherapeutin hatte ich immer wieder gelernt, das “frühe” Störungen nicht oder nur ganz langwierig zu heilen seien.
Im “L!fT” ist der Zeitpunkt des schrecklich Erlebten nicht wichtig für das Lösen und Heilen.

Mein Lösungsweg:
Nach der ersten Einzel-L!fT-Sitzung fühle ich mich wie nach einer gründlichen inneren Wäsche, einer Selbstreinigung, irgendwie positiv, frisch und neu. Mit wohltuendem großen gesunden Abstand schaue ich aufmerksam auf meinen wiedergefundenen verstorbenen Bruder, meine liebevollen Eltern und die Galerie meiner Ahnen, weise allen ihre Plätze zu und spüre dabei meine Sicherheit, Verbundenheit und meine echte Liebe. Der Weg ins Leben, in mein eigenes Leben ist endlich frei.
Lange behalte ich dieses Bild vor Augen: Ich öffne von innen nach außen die Tür aus diesem inneren Theater und trete hinaus ins wahre, reale Leben.
Ich lebe - echt und lebendig. Ich bin endlich angekommen. Ich bin da. Ich bin.
Wie nach einer sanften Geburt verändere ich mich. Meine innere Entwicklung wird auch äußerlich sichtbar. Ich strahle, bin offener, spontaner, entschuldige mich nicht mehr andauernd, bin nicht mehr so übervorsichtig. Ich bin intuitiver, selbstverständlicher einfach da, ruhe mehr in mir. Ich bin, wie ich bin.
Ich verändere mich so intensiv, so schnell, so komplex, dass ich das mit Worten nicht annähernd beschreiben kann.
In der Kunst, im Malen, in der Musik finde ich passendere Ausdrucksmöglichkeiten, die mein vielschichtiges Erleben widerspiegeln.

Ich mache sechs Einzelsitzungen (zwei per Skype) und davon eine Sitzung zusammen mit meinem Mann.
Glücklicherweise dauern die LIFT-Sitzung nicht nur 50 Minuten, sondern 100 Minuten. Die habe ich auch gebraucht.
Als Paar profitieren wir besonders von den „Konstruktiven Dialogen“ im L!fT.
So ehrlich, achtsam für sich selbst und den anderen, verstehend und akzeptierend haben wir noch nie miteinander gesprochen.

Ich mache die L!fT Ausbildung, trotz meines reifen Alters, trotz meiner vielen Ausbildungen.
In den für Therapeuten und Coachs offenen Wochenendseminaren finde ich große Unterstützung auf meinem eigenen Weg. So habe ich nach fast 40 Jahren Berufserfahrung als Psychotherapeutin - die L!fT-Methode erlernt. Jetzt gebe ich sie selbst in meiner psychotherapeutischen Praxis weiter.

Offenkundig wirkt L!fT sehr nachhaltig. Ich kann zunehmend nur noch mit Anstrengung die über Jahrzehnte belastenden Bilder, Gedanken und Glaubenssätze erinnern. Sie haben keine Bedeutung mehr.
Die Lösungssituationen kann ich wieder aktivieren, wenn ich sie brauche, zunehmend immer weniger.
Heute genieße ich mein das Leben in vollen Zügen mit meinem Mann, meinen Kindern, besonders beim Sport allein oder in geselliger Runde.

Meine Stationen auf dem konstruktiven Weg ins eigene Leben:
Sehr berührt finde ich mich mit meiner damaligen Dauerstress im folgenden Text von Arthur Schnitzler wieder:
„Wenn du den ‚Jardin secret‘, den heimlichen Garten deiner Seele allzu zärtlich hegst, so geschieht es leicht, daß er gar zu üppig zu blühen, über den ihm zugemessenen Raum hinauf zu wuchern beginnt und allmählich auch Gebiete deiner Seele in Besitz nimmt, die gar nicht bestimmt waren, geheim zu bleiben. Und so kann es endlich geschehen, daß deine ganze Seele zu einem verschlossenen Garten wird und in all ihrem Blühen und Duften an ihrer Einsamkeit zugrunde geht.”

Sicht von oben:
Am Ende der zweiten L!fT- Einzelsitzung, in der ich mein existentielles Thema als alleingeborener Zwilling „Leben – Tod - Liebe“ lifte, kommt mir der „Tanz seliger Geister“ in den Sinn. Schon immer faszinierte mich die Geschichte, in der Orpheus alles daran setzt, die geliebte Eurydike aus der Unterwelt ins Leben zurück zu führen. Doch auf dem Weg aus der Unterwelt schaut er sich verbotenerweise nach ihr um, sodass er die so sehr geliebte Eurydike endgültig für immer verliert, wie furchtbar.
Jede Gelegenheit nehme ich wahr, diese Aufführung zu besuchen. Die Schönste für mich ist von Willibald Gluck, Orpheus und Eurydike in der Inszenierung von Pina Bausch in der Opéra national de Paris.

Ich habe mich nach meinem Bruder umgeschaut und nach Jahrzehnten der Schuld, der Unvollständigkeit, der romantischen Todessehnsucht bin nun endlich für immer mit ihm in Liebe dankbar verbunden. Jetzt bin ich frei, ganz ich und ich lebe.

Resümee:
Heute finde ich mich wieder in der Symphonie von Olivier Messiaens Turangalîla, Ballett- Inszenierung von John Neumeier, ohne chronologischen Erzählstrang einfach in der Liebe, Freude, Zeit, Bewegung, Rhythmus, in Tod und Leben.

So lebe ich heute dankbar mein Leben - frei - einfach Liebe, Freude, Zeit, Bewegung, Rhythmus, Tod und Leben.



Ich hatte wirklich eine Tiefwasserphobie!
 
Hallo, mein Name ist Mohammed. und ich möchte Ihnen meine Geschichte erzählen.
Ich bin Arzt in einem Gesundheitszentrum, verantwortlich für ca. 3000 Einwohner hier auf einer schönen Insel der Malediven. Ich bin an 6 Tagen 24 Stunden im Einsatz und habe eigentlich immer Hintergrunddienst.
Mein Medizinstudium absolvierte ich an der Universität von Mansoura in Ägypten und spezialisierte mich im Fach „Psychiatrie“.
„Geh nicht ins Wasser Mohammed, es ist wirklich tief da drinnen und du kannst nicht schwimmen. Du wirst sterben", das waren die Worte, die mir mein Vater immer wieder sagte, wenn wir in den Ferien am Meer waren, und seit ich 5 Jahre alt bin glaubte ich meinem Vater definitiv.
Dieser Glaube war seit dem fest in mir verankert und wurde so im Laufe der Jahre zu meiner größten Angst.
Bis vor einer Woche hat mich tiefes Wasser daher zu Tode geängstigt. Dass ich in den letzten 6 Jahren direkt am Meer lebe, macht es nur noch schlimmer.
Früher habe ich nicht darüber nachgedacht. Ich glaubte einfach meinem Vater, inzwischen fast 25 Jahre lang. Also hatte ich entschieden, dass ich im Meer nicht schwimmen gehe, da ich sonst in der Tiefe sterbe.
Im Schwimmbad lernte ich in Ägypten zwar sehr gut auch in tiefem Wasser zu schwimmen, ging aber niemals ins Meer, wenn es tiefer als einen Meter ist. Wenn ich nicht stehen kann, würde ich in Panik geraten und nicht atmen können und sterben, so meine feste Überzeugung. Allein der Gedanke daran machte mir riesengroße Angst, ja Panik.
Genau das ist mir dann auch beinahe passiert, als ich einmal in Ägypten mit Freunden ins Meer ging. Sie wussten von meiner Angst.
Wir schwammen zusammen in ganz flachem Wasser und als es ein wenig tiefer wurde, sagten sie alle: „Nun komm schon, wir können nicht alle hier rumstehen. Du schwimmst perfekt. Du kannst es doch.“
Also schwamm ich mit ihnen in etwas tieferes Wasser. Zunächst ging alles gut. Aber als ich dann plötzlich realisierte, dass ich nicht mehr auf dem Boden stehen kann, bekam ich totale Panik, schluckte Unmengen Wassers und ertrank beinahe. Ich weiß nicht mehr, wie ich aus dem Wasser kam.
Dies war der mit Abstand furchtbarste Moment in meinem ganzen Leben. Ich hatte Todesangst und wäre ja tatsächlich fast ertrunken. Es stimmte also, was mein Vater mir prophezeit hatte. Gleichzeitig realisierte ich, dass etwas mit mir nicht stimmte, schließlich kann ich ja im Swimmingpool gut schwimmen!
Ich kam zu dem Schluss, dass ich wohl eine Phobie und jetzt wohl auch noch eine PTBS habe, sagte mir aber, dass es okay ist. Besser, ich bleibe in Sicherheit. Nicht jeder kann schwimmen und das Leben kann auch so schön sein.
Das ist meine Geschichte mit dem Schwimmen bis letztes Jahr. Dann zog ich auf die Malediven, wo das Meer die einzige Unterhaltung ist. Alle schwimmen hier, surfen, segeln, schnorcheln, tauchen und bestaunen dieses Unterwasserparadies - außer mir!
Ich bekam schon auf dem Boot, dem Hauptverkehrsmittel hier auf den Malediven, furchtbare Angst. Ich hatte nur einen Gedanken im Kopf:
„Ich bin wirklich in Lebensgefahr, denn wenn etwas passiert, bin ich der erste, der im Meer ertrinkt.“
So ging das einige Monate. Ich arbeitete im Krankenhaus und das war’s. Ins Meer ging ich niemals.
Dann lernte ich Karl-Josef kennen und wir freundeten uns an. Ich erfuhr, dass er Psychotherapeut ist. Hypnose fand ich schon im Studium spannend. „Mohammed, lass uns morgen zusammen schnorcheln gehen", lud er mich ein, und ich antwortete ihm einfach „Ja“. Aber ich hatte ja die Riesenangst vor dem tiefen Wasser!
Zum ersten Mal in meinem Leben ging ich schnorcheln. Schon im flachen Wasser geriet ich in Panik und hatte das Gefühl, zu sterben. Mein Körper wurde steif im Wasser und die meiste Zeit fühlte ich mich sehr schwach. So bekam Karl-Josef meine Angst mit. Er begleitete mich sanft und sicher.
Abends traf ich Karl-Josef zum Essen wieder und er sagte mir, dass mein Problem durchaus mit LIfT lösbar sei.
Ich glaubte das nicht, aber ich hatte ja nichts zu verlieren und so versuchte ich es einfach.
Wir hatten ein 40 min. Gespräch beim Pizzaessen. Bei dem Gedanken an tiefes Wasser, in dem ich nicht stehen kann, fühlte ich mich furchtbar gestresst und total verängstigt. Aber am Ende des Gespräches konnte ich mich ganz gut entspannen.
Am nächsten Tag gingen wir zusammen ins Wasser und ich hatte nur einen Gedanken: „Wenn ich hier nicht aufrecht stehen kann, werde ich ertrinken.“
Wir schnorchelten zunächst in flachem Wasser. Das ging gut nach einigen Problemen mit Schnorchel und Maske. Dann schnorchelten wir vorsichtig in tieferes Wasser sogar an die gefährliche Kante, wo das Meer dunkelblau wird, wo es in die Tiefe geht. Karl-Josef nahm mich die ganze Zeit an die Hand und ich signalisierte ihm durch meinen Händedruck die Intensität meiner Anspannung. Wir schnorchelten etwa 1 Stunde in dem Wasser – unglaublich. Zwischendurch war ich mal entspannt, dann wieder verkrampft, dann wieder entspannt.
So richtig entspannt fühlte ich mich aber nicht. Immerhin war ich aber schon eine Stunde im tiefen Wasser schnorcheln gewesen, wenn auch an Karl-Josefs Hand!
Dann musste Karl-Josef abreisen, sein Urlaub war zu Ende und ich beschloss, die Schwimm- Idee aufzugeben.
Schließlich ist es ja keine große Sache, wenn ich nicht ins tiefe Wasser gehen kann. Damit kann ich leben…und ein weiteres Jahr auf den Malediven verging, ohne dass ich ins Wasser ging.…
 
Ein Jahr später, im Dezember 2018 kamen Karl-Josef und seine liebe Familie wieder. Meine Frau und ich freuten uns sehr.
Als wir am ersten Tag zusammen wieder ins Meer gingen, hatte ich plötzlich eine Halluzination – einen „flash forward“. Ich sah ich mich tot, am Meeresboden liegen und geriet total in Panik. Karl-Josef hielt meine Hand und beruhigte mich und er bot mir eine ausführliche Lift-Sitzung an.
Er stellte mir in Aussicht, dass es mir gut gehen könnte in tiefem Wasser, ja es könnte ein Vergnügen für mich sein. Er ist ja selbst begeisterter Taucher, Schnorchler und Segler. Ehrlich gesagt, einerseits konnte ich das nicht glauben, aber andererseits hatte ich doch irgendwie Hoffnung, dass das es funktionieren könnte.
Außerdem war ich als Mediziner mit Studienschwerpunkt „Psychiatrie“ sehr neugierig, diese LIfT Methode kennenzulernen.
 
Am 26. Dezember 2018 war meine LIfT- Sitzung am Strand. Sie dauerte ca. 2 Stunden.
 Zu Beginn war ich zu 95% - 100% angespannt. Ich war sehr ängstlich und gestresst angesichts des Meeres und des Todesbildes im tiefen Wasser von gestern. Ich dachte an mein schreckliches Erlebnis mit meinen Freunden in Ägypten, als ich fast ertrunken bin. Besonders der Moment, wenn ich nicht stehen und keinen Atemzug machen kann, machte mir furchtbare Angst: “In tiefem Wasser werde ich definitiv ertrinken“, so meine feste Überzeugung.
Dann wurde die Sitzung nach und nach immer schöner und gelöster. Es dauerte, aber ich wurde immer ruhiger und entspannter. Allmählich tauchte ich in meinen Erinnerungen zu wirklich schönen und unvergesslichen Momenten in meinem Leben, in denen ich mich vollkommen sicher, leicht und ruhig fühlte.
Dabei klopfte ich bilateral alternierend…
Nach einigen Versuchen fand ich zum Beispiel ein sehr eindringliches Erlebnis. Vor einer sehr wichtigen Medizinprüfung hatte ich wochenlang riesengroße Angst, die ich einfach nicht lösen konnte. Ich konnte nicht mehr lernen, mich nicht mehr konzentrieren, noch das schon Gelernte abrufen. Schließlich ging es um meine berufliche Existenz, um mein Leben! Mein Vater gab mir den Rat, zu Allah zu beten und ich tat es einfach. Vollkommen verbunden und sicher fühlte ich mich plötzlich, als ich betete. Ich ließ vollkommen los und tauchte ganz in dieses Gefühl des Aufgehoben-, Sicher- und Geborgen Seins ein. Dann konnte ich mich in derselben Art und Weise in tiefem Wasser erleben.
Die Sitzung war ganz anders als erwartet, sanft, ruhig, lösend, schön.
Jetzt hier kann ich mich zu meiner großen Überraschung genau so fühlen, während ich ins Wasser gehe. Es ist sehr erstaunlich, dass ich ganz von selbst auch vollkommen anders denke.
Am nächsten Tag ging ich mit meinen lieben Freunden schnorcheln und war total verblüfft, als ich ganz allein ohne Angst schnorchelte. Ich entfernte mich von ihnen, schwamm ganz allein zur Wasserkante, wo das Meer tiefdunkelblau wird. Ich sah mich ruhig auf dem Wasser liegen, fühlte mich aufgehoben und vom Wasser getragen und ich konnte den schönen Moment mit Hunderten von schillernd bunten Korallenfischen unter Wasser genießen. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich eine Schildkröte unter Wasser.
Ich bin sehr glücklich, ja, um ehrlich zu sein, ich bin begeistert,
Ich wollte gleich ein weiteres Mal schnorcheln gehen, um mir selbst zu beweisen, dass es wirklich wahr ist, dass ich das wirklich getan habe.
Ich konnte es gar nicht glauben.
Nach einigen Tagen passierte etwas sehr Trauriges. Ein 63 Jahre alter Mann ertrank genau an dem Strand, an dem wir schnorcheln gehen. Ich hatte Dienst und als er in das Krankenhaus eingeliefert wurde, war er schon tot. Wir konnten nichts mehr für ihn tun.
Es war für mich extrem wichtig, am nächsten Tag mit Karl-Josef genau dort, ganz selbstverständlich wieder schnorcheln zu gehen und es ging zu meinem Erstaunen richtig gut.
Inzwischen schnorchle ich seit zwei Wochen jetzt jeden Tag und jeden Tag fühle ich mich vertrauter und es wird immer normaler, ins Wasser zu gehen. Beim Schwimmen fühle ich mich immer leichter und - mit dem ganzen Universum verbunden.
So viele Jahre wünschte und träumte ich davon, frei im Wasser zu sein, und jetzt geschieht es und es wird so weitergehen....
Ich möchte meine Geschichte teilen, weil sie inspirierend sein könnte, denn die Lösung war tatsächlich erstaunlich einfach.
Ich brauchte nur tief in mich selbst schauen, um sie zu finden.
Zum guten Schluss meine Erkenntnis:
„Nicht der Boden dort unten in der Tiefe ist sicher,
das Wasser ist sicher,
es trägt mich und
ich fühle mich aufgehoben und verbunden mit dem Universum.“
 
Epilog
Im Englischen sagen wir:
“When nothing goes right, go left‘‘
or better
“When nothing goes right , go l!ft‘‘



 I really had a deep water phobia!
 
Hello, my name is Mohammed and I would like to tell you my story.
I am a physician in a health centre, responsible for about 3000 inhabitants here on a beautiful island of the Maldives. I'm on duty 24 hours a day, 6 days a week, and I am always on call.
I studied medicine at the University of Mansoura in Egypt and I specialized in psychiatry.
"Don't go into the water, Mohammed, it's really deep in there and you can't swim. You will die" these were the words my father kept telling me when we were on holidays by the sea, and since I was 5 years old I definitely believed my father.
This faith has been firmly anchored within me ever since and has become my greatest fear over the years.
Until a week ago, deep water scared the hell out of me. For the last 6 years I have been living directly at the sea, which  only makes it worse.
I didn't think about it before. I just believed my father, for almost 25 years now. So I had decided that I would not go swimming in the sea, otherwise I would die in the depths.
In the swimming pool in Egypt I learned to swim very well in deep water, but never went into the sea if it was deeper than one metre. If I could not stand, I would panic and not be able to breathe and then I would die, so my firm conviction. The mere thought of it scared me enormously, yes panicked me.
That's exactly what almost happened to me when I once went out to the sea with my friends, who knew about my fear.
We were swimming together in the shallow water and when it got a little deeper, they all said: "Come on, we can't all stay standing here. You swim perfectly, you can do it.”
So I swam with them into some deeper water. Everything went well at first. But when I suddenly realized that I couldn't stand on the ground anymore, I panicked, swallowed tons of water and nearly drowned. I can't remember how I got out of the water.
This was by far the most horrible moment of my whole life. I was scared to death, and I almost drowned. So it was true what my father had prophesied to me. But at the same time I realized that something was wrong with me, after all I am able to swim well in the swimming pool!
I came to the conclusion that I probably had a phobia and now a PTSD. But I told myself it was okay. I'd better stay safe. Not everyone can swim and life can be so beautiful without swimming.
That's my story about swimming until last year. Then I moved to the Maldives, where the sea is the only entertainment. Everybody swims here, surfs, sails, goes snorkelling, dives and marvel at this underwater paradise - except me!
I already got terrified on the boat, the main means of transport here on the Maldives. I only had one thought in my head: "I'm in real danger, because if something happens, I'll be the first one to drown in the sea."
That's how it was going for a few months. I worked in the hospital and that was it. I never went to the sea.
Then I met Karl-Josef and we became friends. I found out that he was a psychotherapist. Hypnosis had been very exciting during my studies. "Mohammed, let's go snorkelling together tomorrow," he invited me, and I just replied, "Yes." But I was so afraid of the deep water!
For the first time in my life, I went snorkelling. Already in the shallow water I panicked and had the feeling to die. My body became stiff in the water and most of the time I felt very weak. That's how Karl-Josef realized my fear. He accompanied me gently and safely.
In the evening, I met Karl-Josef again for dinner and he told me that my problem could be solved with LIfT.
I didn't believe it, but I had nothing to lose and so I just tried.
We had a 40-minute conversation in a pizzeria. At the thinking of deep water, in which I could not stand, I felt miserably stressed and totally scared. But at the end of the conversation, I could relax pretty well.
The next day we went into the water together and I had only one thought: "If I can't stand up here, I'll drown."
At first we were snorkelling in shallow water. That went quite well, after some problems with snorkel and goggles. Then we snorkelled carefully into deeper water, even to the dangerous edge, where the sea turns dark blue, where it goes deep. Karl-Josef was taking me by the hand all the time and I signalled the intensity of my tension to him with my hand pressure. We were snorkelling in the water for about 1 hour – unimaginable! In between, I was once relaxed, then tense again, then relaxed again.
But I didn't feel really relaxed. At least I had been snorkelling in the deep water for an hour, even if I was at Karl-Josef's hand!
Then Karl-Josef had to leave, his vacation was over and I decided to give up the swimming idea.
“After all, it's no big deal if I can't go into deep water. I can live with that...`` - and another year on the Maldives passed without me going into the water.
 
One year later, in December 2018, Karl-Josef and his dear family returned. My wife and I were very happy.
When we went into the sea together again on the first day, I suddenly had a hallucination - a "flash forward". I saw myself dead, lying on the seabed and panicked. Karl-Josef held my hand and calmed me down and offered me a detailed lift session.
He assured me that I could probably do well in deep water, yes, it could be a pleasure for me. He himself is an enthusiastic diver, snorkeler and sailor. Honestly, on the one hand, I couldn't believe it, but on the other hand, I somehow had hope that it might work.
In addition, as a physician specialised in psychiatry, I was very curious to get to know this LIfT method.
 
On 26 December 2018, my LIfT meeting was on the beach. The meeting lasted about 2 hours.
 At the beginning, I was 95% - 100% tense. I was very anxious and stressed by the sea and yesterday`s death image in the deep water. I thought of my terrible experience with my friends in Egypt when I had almost drowned. Especially the moment when I could not stand up and take a breath made me terribly afraid: "I will definitely drown in deep water", so my firm conviction.
Then the session gradually became more and more pleasant, even beautiful It lasted, and I became calmer and calmer and more relaxed. Gradually, I was diving into my memories of really beautiful and unforgettable moments in my life, when I felt completely safe, light and calm.
I was knocking bilaterally alternating...
After a few attempts I had for example a very intense experience. Four weeks before a very important medical examination, I was scared to death and simply couldn't solve it. I couldn't learn any more, I couldn't concentrate any more and I couldn't retrieve what I had already learned. After all, it was about my professional existence, about my life! My father advised me to pray to Allah and I just did it. I suddenly felt completely connected and safe when I was praying. I let go completely and immersed myself in this feeling of being picked up, in good hands, safe and secure. Then I could experience myself in the same way in deep water.
This session was very different from what I had expected, gentle, calm, solving, beautiful.
Now here, to my big surprise, I really can feel the same way while I am going into the water. It's very amazing that I think complete differently on my own.
The next day, I went snorkelling with my dear friends and was totally astonished when I snorkelled all alone without any fear. I moved away from them, swam all alone to the edge of the deep water, where the sea becomes deep dark blue. I saw myself lying quietly on the water, felt lifted up and carried by the water and could enjoy the beautiful moment with hundreds of dazzling colourful coral fishes under water. For the first time in my life, I saw a turtle under water.
I'm very happy, yes, to be honest, I'm thrilled.
I was about to go snorkelling again to prove to myself that it's really true that I really did it. I couldn't believe it!
After a few days, something very sad happened. A 63-year-old man drowned right on the beach where we went snorkelling. I was on duty, and by the time he was admitted to the hospital, he was already dead. There was nothing more we could do.
It was extremely important for me to go snorkelling the next day with Karl-Josef right there again, as a matter of course, and to my astonishment it went really well.
In the meantime, I have been snorkelling every day for two weeks now and every day I feel more familiar, more normal to go into the water. When I swim I always feel lighter and - connected with the whole universe.
For so many years I wished and dreamed of being free in the water, and now it is happening and it will continue like this....
I want to share my story because it might be inspiring, because the solution was actually amazingly simple.
I just needed to look deep inside myself to find it.
Finally, my insight:
"Not the ground down there in the depths is safe,
the water's safe,
it carries me and
I feel lifted up and connected to the universe.“
Epilogue
“When nothing goes right, go left‘‘
or better
“When nothing goes right, go l!ft‘‘



1.
Über meine Grenzen hinweg/atemlos
 
2.
Ausgangslage:
Ich fühle mich mut- und kraftlos, kann keine Entscheidungen treffen. Auch privat nicht. Ich grenze mich nicht genügend ab, weder im Job noch privat, fühle mich verletzlich und versuche mit Vermeidungsstrategien zu flüchten statt die Dinge anzugehen.
 
Wie lange war der Leidensweg? 
Von Klein an.
Ich fühle mich ständig gezwungen nur für andere da zu sein, nicht für mich. Ich lebe gar nicht mehr. Ich bin nur noch unter Druck und fühle mich schuldig.
 
Ich bin schlecht, für alle eine Last. Ich bin allein und muss auch alles allein machen. Alle zerren an mir und wollen etwas. Ich kann diese Ansprüche aber nicht erfüllen. Ich habe mental und körperlich keine Energie mehr. Mir bleibt die Luft weg, ich kann nicht mehr atmen. Mir “bricht das Kreuz”.
Ich schade mir dann selbst und rauche zu viel, arbeite zu viel.
 
3.
2 Sitzungen

Die Wandlung/Lösung, das »L!fT®« Erleben:
Seit der ersten Sitzung gehe ich die Dinge nun an. Ich habe mir ein paar Tage Zeit genommen und angefangen mein Leben neu zu strukturieren. Ich habe mir einen neuen Job gesucht, arbeite weniger, denke an mich, genieße – was ich vorher nie konnte – meine freie Zeit. Ich gehe auf Menschen zu und fühle mich geborgen und im Kontakt mit Ihnen. Ich bleibe ruhig, achte auf meine Freiräume und darauf mich auch abzugrenzen. Ich fühle mich sicherer, nehme Herausforderungen an und löse und bestehe sie.
 
 
Was ist in der »L!fT®« Sitzung passiert?
Die Dinge, die ich bearbeiten wollte, wurden immer kleiner und kleiner und lösten sich dann fast völlig auf. Übrig blieb ein seelisches und körperliches Wohlgefühl und ein Gefühl der Freiheit. Mein Schuldgefühl bearbeiteten wir ein einer zweiten Sitzung, die weniger spektakulär verlief. Scheinbar ...
Doch schon während und auch nach der Sitzung tauchten äußerst hilfreiche innere Bilder auf, die mich tragen und ich ging mit „geradem Rücken“ aus der Sitzung heraus. Im Nachhinein war diese Sitzung viel ruhiger, aber tiefer und nachhaltiger. Mein ganzes Leben hat sich verändert. Ich bin glücklich und meine Partnerin wundert sich nur noch über mich. Sie ist begeistert.
 
4.
...und nach der  »L!fT®« Sitzung:
Die Bilder wirken in mir nach und wenn es doch wieder eine Situation gibt, die mich an meine Grenzen bringen könnte, versetzte ich mich durch Klopfen, die guten Bilder und meine Lösungsworte schnell wieder in den Zustand der Sicherheit und stelle meine innere Freiheit wieder her. Durch zwei Sitzungen bin ich ein anderer Mensch, habe einen äußerst befriedigenden Job und mehr Freizeit. Ich glaube, dass ich jetzt alle Herausforderungen annehmen und bestehen kann.
 
Ich fühle mich gut in meinem Körper. Als nächstes will ich auch noch mit dem Rauchen aufhören. Aber ich lasse mir Zeit. Immer eins nach dem anderen. Ich sage meine Meinung ruhig und gelassen und komme gut damit an. In der Familie fühle ich mich nun unabhängiger, bin selbstbewusster und stehe zu meinen Entscheidungen.
 
Meine Partnerin und ich genießen die Zeit zu zweit und vor allem freue ich mich jeden Tag auf meinen neuen Arbeitsplatz. Das ist ganz neu für mich. Ich habe mich beruflich sogar noch verbessert und bin beliebt und geschätzt bei meinen Kollegen.
 
5.
Wie ich das finde das?
Einfach großartig!
 
Fazit: 
Es  hat sich mehr als gelohnt. Das Leben ist wieder bunt und schillernd für mich.

Herr J.B.



„Leben ist ein einmaliges Angebot“

Im August 2008 spürte ich einen Knoten in meiner Brust und hatte mir besorgt einen
Termin bei meiner Gynäkologin geholt.Diese ordnete sofort eine Mammographie an.Der
Radiologe konnte nichts Bösartiges feststellen.Sein lapidarer Kommentar war:“Alles eine
Frage der Hormone.“

Dies war für mich aber nicht wirklich ein Trost, denn mein beunruhigendes Gefühl blieb
bestehen. Irgendetwas war ganz und gar nicht in Ordnung….ich spürte es doch.
Im September ging ich mit klopfenden Herzen wieder zu meiner Ärztin.Diese war nicht gerade begeistert, dass ich dort schon wieder auftauchte. Ich musste sie überreden noch einmal einen
Ultraschall zu machen….der Knoten war unverändert.
Ich fühlte mich ausgeliefert, angewiesen auf das Verstehen und Gutwill der mich behandelten
Ärzte….was sollte ich tun….ich blieb unbequem….im Freundeskreis nicht so wirklich
verstanden….und auch mein Mann wirkte manchmal zweifelnd, ob meine Sorge denn nicht übertrieben war.

Mit klopfenden Herzen machte ich weiter und holte mir bei meiner Hausärztin Rat. Diese
empfahl mir eine Stanze der Brust…..und auch das Ergebnis war negativ….doch mein schlechtes Gefühl blieb.
Mittlerweile hatten wir Dezember….Weihnachten….ich weinte….Silvester…
ich hatte Angst: „Wie würde das nächste Jahr werden?“
Im Februar 2009 machte ich dann einen weiteren Versuch bei meiner Gyn.
Ich fragte, ob der Knoten denn nicht auch bei negativen Ergebnissen zu entfernen sei?
Dies wurde mit den Worten kommentiert: „Nun sei es mit der Hysterie aber genug.“

Jetzt war ich nicht nur traurig, ausgeliefert...sondern angeblich auch noch hysterisch. Ich funktionierte nur noch. War ich am Tage auch durch meine Arbeit und Kinder abgelenkt, so wurde ich doch jeden Tag beim Duschen aufs Neue konfrontiert. Die Angst um mein Leben blieb mein ständiger Begleiter.
Im April fand ich dann eine neue Gyn.,die sich meiner annahm und mir endlich eine Einweisung
zur Entfernung des Knotens ausstellte.
Noch im April kurz vor der Konfirmation meines Sohnes wurde ich operiert.

Es war die Hölle….ich ging auf Station und wusste...hier gehst du anders raus, als du rein-
gekommen bist.
Ich hatte Todesangst vor dem Ergebnis der Op. Und dann 2 Tage später zitierte mich der
zuständige Operateur in sein Zimmer und teilte mir mit: “Da haben Sie aber ein gutes Gespür
gehabt. Es ist ein bösartiger Tumor mit Lymphbefall“
Ich fiel ins Bodenlose….erstarrte, hatte auf einmal das Gefühl, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Ich fühlte mich, wie fremdgesteuert. Ich hatte Angst meine Kinder nicht mehr aufwachsen zu sehen….alles drehte sich in meinem Kopf.

Mir wurde noch mitgeteilt, dass es wichtig sei alle Therapien in Anspruch zu neh-men….dann
hätte ich vielleicht Glück und es würde sich erst in 10 Jahren ein Rezidiv bilden. Ich war, wie vor den Kopf geschlagen.
Nun….es sind 9 Jahre rum….9 Jahre, in denen ich mit angezogener Handbremse durch mein Lebensalltag gefahren bin, immer mit der Angst wieder einen Knoten zu spü-ren….und alles fängt von vorne an.

Ich war immer ein freiheitsliebender Mensch und selbstbestimmt und plötzlich fühlte ich mich unselbstständig und abhängig, hilflos, ausgeliefert, muss geschehen lassen, kann nicht selbst wählen. Oft überfordert, angestrengt und wütend, bockig zog ich mich zurück und weinte. Unter der schwarzen Wolke der Erkrankung schrie ich oft, schimpfte und sah in allem Düsternis.

Ich war überzeugt davon, ich werde sterben. Und das Schlimmste, ich bin ganz allein damit.

So kam die Liftsitzung.

In dieser Sitzung wurde meine Leidensgeschichte nur kurz angeschaut. Der erlebte Stress, die Ängste, die Befürchtungen aber wurden ganz genau beachtet und wahrge-nommen und dann durfte ich viel Zeit damit verbringen, nach passenden Lösungen zu schauen. Dieses Erkunden der genau passenden Lösungen hat mir viel, viel Spaß ge-macht. Auf einmal fühlte ich mich so leicht. Ich schaute nach Momenten in meinem Leben, in denen ich mich selbstbewusst, sicher, leicht, besinnlich und klar erlebt habe. Mich selbst zu sehen, mich zu achten, mich wichtig zu nehmen, das tat so gut. Ich wurde mir meiner selbst bewusst, kam wieder zu mir.

Plötzlich tauchten Bilder auf...schöne Bilder, die mir meinen Weg zeigten, den ich nun gehen
darf….leicht mit Freude, und dennoch mit beiden Beinen im Leben stehend. Diese Bil-dern bescheren mir wieder die altvertraute Leichtigkeit, die ich in den letzten Jahren nicht mehr erleben konnte.
Auch eine Melodie tauchte während der Sitzung in mir auf, als ich nach besonders le-bendigen Momenten in meiner Vergangenheit schaute. Ich fühle mich wohl und gut aufgehoben, sicher und beschützt. In der Lift-Sitzung kam ich mit mir in guten, fließenden Kontakt. Ich ließ die Vergangenheit los und bekam mit vielen Lösungsbildern wieder Boden unter den Füßen.

Was der Chirurg mir nach der OP prophezeite wurde immer kleiner, bedeutungsloser und was ich selbst fühle und denke, immer größer und wichtiger!

Nun ist die Liftsitzung 2 Wochen her.
Nachdem ich 9 Jahre ängstlich mit angezogener Handbremse, wie ein Schatten meiner selbst, gelebt habe „gebe ich wieder Gas“ in meinem Leben. Mein Leben lohnt sich….ich belohne mich….ich vertraue meinen Kräften….und ich freue mich wieder, mit meinem Mann zu tanzen.
Endlich sprudele ich wieder ungebremst ins Leben. Ich laufe ungestüm und lachend in die Welt. Ich fühle mich selbstbestimmt voller Energie.

Das Finden der Lösungen, das Spüren meiner Selbstbestimmung und diese Leichtigkeit, die sehr stark von inneren Bildern geprägt ist, sind für mich sehr anregend. Ich bewege mich wieder ...ich bin wieder mit mir und meinem Körper in Kontakt...und fühle mich...jetzt...ich ruhe und alles ist richtig.
Und was der Chirurg nach der OP meinte, das sehe ich für mich jetzt anders....

Fazit:
„Sobald Du merkst, dass Du Dich nur noch im Kreise drehst, tanze aus der Reihe.
Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan?“


 







 
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